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DRK Wasserwacht trainiert im Wildwasser der Erft (ergänzt)

Im September trafen sich Mitglieder der Mülheimer Wasserwacht mit Rettungsschwimmern aus dem DRK Landesverband an der Gnadentaler Mühle in Neuss, um im Wildwasser der Erft das Rettungsschwimmen in Schutzausrüstung (ReSiSa) zu trainieren. Zwei Wasserretter und ein Ausbilder aus Mülheim übten in der schnellfließenden Erft unterschiedliche Szenarien.

Wasserretter mit der Zusatzausbildung Fließgewässerrettung sind für Gewässer mit einer Fließgeschwindigkeit von mindestens einem Knoten (1,85km/h) geschult“, erklärt Thomas Höcker, technischer Leiter der Mülheimer Wasserwacht, bevor er an diesem Nachmittag in seiner Schutzausrüstung in die Erft steigt. Höcker trägt unteranderem einen roten Helm, der ihn als Wasserretter mit Fließgewässerqualifikation ausweist. Die Rettungsschwimmer in Schutzausrüstung tragen weiße, Ausbilder oder die aktuellen Führungskräfte gelbe Helme. „Dieses Unterscheidungsmerkmal ist wichtig, da im Wasser in der Regel nur der Kopf sichtbar ist“, so Thomas Höcker. Die klassischen Einsatzgebiete der Wasserretter sind die Personenrettung bei Hochwasserlagen oder aus Fließgewässern.

Die Wasserwacht Mülheim ist im Wasserrettungszug des Landesverbandes Nordrhein organisiert und wird nach Anforderung im gesamten Bundesgebiet tätig. Im Bedarfsfall entsendet die Mülheimer Wasserwacht einen Bootstrupp. Dieser besteht aus einem Kraftfahrzeug, einem Kfz-Anhänger mit Boot und entsprechender Besatzung. Der an Bord befindliche Rettungsschwimmer verfügt idealerweise über die Zusatzausbildung „Wasserretter für Fließgewässerrettung“. Eine solche Bedarfssituation bestand beim Hochwasser in Sachsen-Anhalt im Jahre 2013, in dem ein Mülheimer Bootstrupp nach Magdeburg ausrückte, um dort den von den Wassermassen bedrohten Menschen zu helfen. Bei den Wasserrettern handelt es sich um ehrenamtliche Helfer, die für Qualifizierung und Einsätze den Großteil ihrer Freizeit investieren.