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Rescue Cup 2016 - ein Rückblick

Vergangenen Samstag war es wieder so weit. Zehn Wasserwachtgruppen aus dem DRK-Landesverband Nordrhein sowie eine Gast-Gruppe aus der Region Westfalen-Lippe haben sich in Rheinberg getroffen, um in verschiedenen Disziplinen ihre Kräfte zu messen und das beste Rettungsschwimmerteam zu ermitteln. Die Mülheimer Wasserwacht stellte eine Herren- und eine gemischte Mannschaft im Wettbewerb. Am Vormittag standen die Aufgaben aus der Ersten Hilfe und des Sanitätsdienstes im Vordergrund. An sechs Stationen galt es folgende Aufgaben zu lösen:

EH/San Theorie:

„Bücher weg -  Stifte raus! Wir schreiben einen Test“

Der Ein oder Andere wird diesen Satz noch aus seiner Schulzeit in Erinnerung. Jeder Teilnehmer bekam ein Fragebogen mit Fragen aus den Bereichen Erste Hilfe und Sanitätsdienst, der in 10 Minuten zu beantworten war. „Es war spannend mal wieder so eine Prüfungsstiuation aus der anderen Perspektive zu erleben“ war die erste Reaktion eines Mitgliedes aus einer Gruppe von uns, der von Beruf Lehrer ist.

Verpuffung bei Dachdeckerarbeiten

Die Rettungsleitstelle bittet um Hilfe. Bei Dacharbeiten ist es zu einer Verpuffung gekommen. Die Feuerwehr ist mit einer Drehleiter für die Bergung der Opfer vor Ort, der Rettungsdienst ist aufgrund einer Grossschadenslage auf der Autobahn nur beschränkt verfügbar und kann nur ein Rettungswagen entsenden. Unterstützen Sie die Rettungskräfte vor Ort bei der Versorgung der Verletzten.

An dieser Station gab es zwei verletzte Personen. Die erste Person hatte Verbrennungen des zweiten und dritten Grades und war bewusstlos. Die zweite Person war bei Bewusstsein und hatte ebenfalls schwere Verbrennungen.

Mehrere Verletzte auf einen Spielplatz

Anwohner haben sich bei der Rettungsleitstelle gemeldet. Auf einem Spielplatz liegen mehrere regungslose Jugendliche. Übernehmen Sie die Erstversorgung, bis der Rettungsdienst eingetroffen ist.

Beim Eintreffen wurden 3 Jugendliche angetroffen.  2 waren noch ansprechbar, der Dritte war Bewusstlos. Nach der ersten Anamnese stellte sich heraus, dass die Jugendlichen Alkoholisiert von den Klettergerüsten gestürzt sind.

Patient 1 war bewusstlos und musste in die stabile Seitenlage gebracht werden.
Patient 2 lag im Sand, war ansprechbar und hatte eine Kopfplatzwunde. Die Wunde wurde versorgt und die Person wurde von einem Helfer weiter betreut.
Patient 3 ist nach dem Stutz auf einem Schwebebalkensystem gelandet und klagte über Schmerzen im Rückenbereich. Diese Person wurde mit Hilfe eines Spineboard vom Spielgerüst heruntergeholt und betreut, bis der Rettungsdienst eingetroffen ist.

Verkehrsunfall – Motorrad von Bus erfasst

Sie kommen mit Ihrer Gruppe zufällig an einem Unfallort vorbei. Ein Bus hat ein Motorrad erfasst. Übernehmen Sie die Einsatzstelle und leisten Hilfe bis der Rettungsdienst eintrifft.

Bei dieser Station musste zunächst die Einsatzstelle abgesichert werden, da sich der Unfall ein einer
Hauptverkehrsstraße ereignet hatte. Nach erster Sichtung war die Motorradfahrerin bewusstlos, der Busfahrer stand unter Schock. Im Bus befanden sich ca. 10 Personen, die unverletzt waren und betreut werden mussten. Die Hilfeleistungen wurden massiv durch eine Person behindert, die Fotos mit ihrem Handy machen wollte.

Badeunfall – Rettung aus dem Wasser

Sie werden mit Ihrer Gruppe zu einer Wasserrettung alarmiert. Zwei Jugendliche sind an einem Badesee von einem Baum auf eine Schwimmplattform aus Holz gesprungen. Die erste Person liegt verletzt am Ufer und hat einen Nagel in der Hand stecken. Die zweite Person liegt regungslos auf der Plattform. Bringen Sie die zweite Person an Land und versorgen beide Verletzte.

Die Person am Ufer war unterkühlt und die Wunde an der Hand musste versorgt werden. Die Person im Wasser wurde mit Hilfe eines Schlauchbootes ans Ufer gebracht. Auf Grund des Sturzes musste von einer Verletzung im Rückenbereich ausgegangen werden. Daher wurde der Person eine Halskrause angelegt und mit Hilfe eines Spineboard vom Boot an Land gebracht.

Tumulte auf einer Sicherheitswache

Sie sind auf einer Sicherheitswache bei einem Stadtfest. Sie werden von der Einsatzleitung zu einer Cocktailbar gerufen, wo es zu einer Auseinandersetzung unter Gästen gekommen ist.

Beim Eintreffen an der Cocktailbar stand eine aufgebrachte Person vor dem Laden. Diese hatte eine stark blutende Wunde am Halsbereich. Im Laden lag eine Person mit einem Messer im Rücken auf dem Boden. Eine dritte Person stand unter Schock und musste Betreut werden. Die Person auf dem Boden hatte keine Atmung mehr und musste reanimiert werden. Die Blutung der Person vor dem Laden wurde gestoppt alle 3 wurden an den Rettungsdienst übergeben.

 

Nach einer kurzen Mittagspause ging es dann ins Schwimmbad. Hier absolvierten die Gruppen folgende Staffeln:

Flossenstaffel 4 x 50 m

Auf das Startkommando springt der mit Schwimmflossen ausgerüstete erste Schwimmer der Mannschaft
vom Startblock und legt die 50 m in Brustkraul zurück. Nach Anschlag am Ziel/an der Startbru?cke startet der zweite Schwimmer der Mannschaft und schwimmt 50 m Ru?ckenkraul, dann schwimmt der dritte Schwimmer im Brustkraul 50 m; es folgt nach Anschlag der vierte Schwimmer im Ru?ckenkraul.

Taucherstaffel 4 x 50 m

Auf das Startkommando taucht der erste Schwimmer nach Absprung vom Startblock 25 m bis zur Wende. Nach einer hohen Wende (Kopf ganz aus dem Wasser) schwimmt der Teilnehmer im Freistil 25 m zum Start zurück. Nach Anschlag starten der zweite bis vierte Schwimmer in gleicher Weise.

Kleiderschwimmstaffel 4 x 50 m

Auf das Startkommando springt der erste bekleidete Schwimmer vom Startblock in das Wasser und schwimmt 50 m. Nach dem Anschlag entkleidet sich der Schwimmer im Wasser, wobei er nicht stehen und
sich nicht festhalten darf. Er wirft Jacke und Hose aus dem Wasser heraus. Der nächste Schwimmer startet, sobald das zweite Kleidungsstück den Boden berührt hat. Der Wechsel ist nur dann fehlerfrei, wenn sich die Kleider restlos jenseits der Startlinie befinden. Die Kleider dürfen von keinem anderen Schwimmer aus dem Wasser geholt werden. Der zweite bis vierte Schwimmer verfahren in gleicher Weise, wobei sich jedoch der vierte Schwimmer nicht mehr zu entkleiden braucht. Der Lauf endet mit Anschlag an der Startwand.

Schwimmer 1 und 3 - Brustschwimmen Schwimmer 2 und 4 - Freistil

Rettungsschwimmstaffel 4 x 25 m (Abschleppen)

Nach dem Abstoß schleppt der erste Retter den Rettling mit Achselgriff bis zur Wende. Nach dem Anschlag des Retters mit einem beliebigen Körperteil transportiert der bisherige Rettling den bisherigen Retter mit dem Standard-Fesselschleppgriff (nach Flaig) zum Start zurück. Nach Anschlag des Retters startet das im Wasser wartende zweite Paar, wobei zuerst der Fesselschleppgriff (Seemannsgriff) und beim Rücktransport nach dem Wechsel der Partner der Schiebegriff bis zum Start zurück anzuwenden ist.

Rettungsleinenstaffel 3 x 50 m

Retter (Nr. 1) startet mit Rettungsgurt und Leine, ergreift den Rettling (Nr. 4) mittels Achselgriff. Zieher (Nr. 3) zieht beide zurück. Retter (Nr. 1) schlägt beliebig an und übergibt den Rettungsgurt auf beliebige Weise an den nächsten Retter (Nr. 2), der entsprechend dem o.a. Schema verfährt.

Kombinierte Staffel 4 x 50 m

1. Übung: Streckentauchen 25 m

Auf das Startkommando taucht der 1. Schwimmer mit Absprung vom Startblock 25 m bis zur Wende, dort
nimmt er vom Beckenboden einen 5 kg-Tauchring auf, führt eine hohe Wende aus und schwimmt, den Tauchring mit beiden Händen vor dem Körper haltend, in Rückenlage zum Start zurück.

2. Übung: Retten

25 m Freistil mit Rettungsboje , 25 m Retten mit Rettungsboje
Nach dem Anschlag des 1. Schwimmers startet der 2. Schwimmer mit der Rettungsboje, unter Zuhilfenahme des Gurtes. Nach dem Anschlag (der Schultergurt braucht nicht übergeben zu werden) transportiert der 3. Schwimmer, der im Wasser wartet, den 2. Schwimmer unter Einsatz der Rettungsboje zum Start zurück. Der Retter greift unter den Armen des Rettlings hindurch und fasst die Boje mit beiden Händen an dem/n Haltegriff/en. Die Arme des Rettlings liegen über der Rettungsboje vor dem Körper. Beide Schwimmer befinden sich in Rückenlage (ähnlich Achselgriff). Eine Beinarbeit des Rettlings ist nicht gestattet.

3. Übung: Kleiderschwimmen 50 m

Hat der 3. Schwimmer angeschlagen, startet der 4. Schwimmer mit Drillichhose und -jacke bekleidet und bewältigt die 50 m Strecke durch Brustschwimmen.

4. Übung: Flossenwimmen 50 m

Nach Anschlag startet der 5. Schwimmer, und schwimmt 50 m im Freistil (kein Tauchen)

Nach dem Schwimmteil ging es dann zum Abendessen und zur anschließenden Siegerehrung. Unsere Herrenmannschaft sicherte sich den dritten Platz in der Gesamtwertung, unsere gemischte Mannschaft erreichte den vierten Platz.

*Die Beschreibung der einzelnen Stationen gibt den Eindruck unserer Mitglieder wieder. Eine Vollständigkeit der kann nicht garantiert werden.